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Marketingtricks im Supermarkt


Die Strukturierung eines Supermarkts ist nicht zufällig, sondern strategisch gewählt, damit sich Kunden nicht nur länger im Geschäft aufhalten, sondern auch mehr und vor allem teurere Produkte kaufen. Die Kunden lassen sich mit einfachen Tricks, an denen Forscher jahrelang gearbeitet haben, manipulieren, ohne es zu bemerken. So werden Fleisch und Obst gerne in spezielles Licht getaucht und Duftstoffe verströmt, um zum Beispiel den Duft frisch gebackener Brötchen an der Brötchentheke zu simulieren. Die Einkaufswagen sind groß, damit viel hineinpasst, der Wagen lange leer aussieht und man den Wunsch hat, den ihn zu füllen. An der Obstheke hängen über dem Obst auch gerne Vorhänge mit Lamellen, durch die das Obst darunter noch appetitlicher und schöner aussieht und dadurch häufiger gekauft wird. Wichtig im Supermarkt ist auch, dass es nicht zu kalt und nicht zu warm ist. Die angenehme Einkaufstemperatur beträgt ca. 19 Grad Celsius.

Teure Produkte liegen meist auf Augenhöhe, für günstige Produkte muss man sich strecken oder bücken. Zudem liegen teure und günstige Produkte manchmal auch nebeneinander, am besten drei verschiedene Preise, bei denen sich der Kunde dann häufig für die goldene Mitte entscheidet und demnach dennoch teurer einkauft, als er eigentlich wollte. Diese Strategie findet sich auch noch in einer anderen Form, wenn zum Beispiel teure Kopfhörer neben MP3-Playern liegen oder teure Tomatensaucen neben Spaghetti stehen, da Kunden meist zu diesen Kombiprodukten greifen, obwohl diese einige Gänge weiter auch günstiger zu erwerben wären. Wer häufig in den gleichen Supermarkt geht und sich nicht vom schönen Plissee am Fenster beeindrucken und von den Marketingstrategien beeinflussen lässt, kann dem System dennoch entgehen. Halten Sie einfach Ihre Augen offen und kaufen nur das, was Sie tatsächlich benötigen und dafür bezahlen möchten. Nur dann macht das Einkaufen wirklich Sinn und auch Spaß.